Jeder Mensch erlebt Räume anders. Neurodivergente Menschen, etwa mit Autismus oder ADHS, stehen dabei vor zusätzlichen Herausforderungen. Die besonderen Bedürfnisse neurodivergenter Mitarbeitenden sollten in Unternehmen berücksichtigt werden.
Zu diesem Schluss kommt das aktuelle Haworth Whitepaper Neurodiversität: Vergleich der sensorischen Bedürfnisse am Arbeitsplatz.
Die Untersuchung stellt fest, „wie wichtig ein gut gestalteter Arbeitsplatz für die Förderung von Inklusion und Produktivität ist“. Eine Verbesserung des Arbeitsumfelds fördere nachweislich nicht nur eine Kultur der Inklusion, sondern steigere auch die allgemeine Erfahrung und Leistung der Mitarbeitenden.
Eine inklusive Belegschaft mit neurodivergenten Mitarbeiter*innen ist für Unternehmen ein echter Gewinn. Laut Studien verfügen gemischte Teams
- über eine höhere kollektive Intelligenz
- können sich auf Herausforderungen besser einstellen
- treffen bessere Entscheidungen
- und arbeiten um rund 30 Prozent effektiver!
Im Whitepaper wird die Bedeutung von inklusivem Design herausgestellt, Das bedeutet, „die gesamte Bandbreite neurodivergenter Bedürfnisse zu berücksichtigen und unterschiedliche Denk-, Arbeits- und Interaktionsweisen zu unterstützen.“ Die Umgebungen sollten so gestaltet sein, dass sensorische Bedürfnisse, Flexibilität und Wahloptionen berücksichtigt werden und alle Mitarbeiter*innen Räume vorfinden, in denen sie sich konzentrieren können, in denen sie sich wohlfühlen und in denen der Kontakt zu Kolleg*innen ermöglicht wird.
Zu bedenken ist:
- Sensorische Reize wirken unterschiedlich auf neurodivergente und neurotypische Menschen
- Es braucht Abwechslung und Auswahlmöglichkeiten
- Sensibel gestaltete und unterstützende Räume reduzieren Stress
- Richtlinien, Kultur und Umgebung müssen authentisch zusammenwirken
Haworth gibt auch gleich konkrete Beispiele für neurodivergent sensible Raumgestaltung.
Es braucht etwa:
- Räume für konzentriertes Arbeiten
- Community-Hubs
- Geschlossene Besprechungsräume
- Regenerationsräume
- Schallgedämmte und schallreduzierende Kabinen
Genau darauf achten wir bei der Gestaltung unserer lebenswerten Arbeitsorte!
Konzentriert arbeiten lässt sich etwa in unseren modularen be_INN Lösungen. Schallgedämmt wirken zum Beispiel unsere call_INNs. Hier bieten sich Rückzugsräume für mehr Konzentration, Videocalls oder um einfach mal kurz innezuhalten.
Community-Hubs nutzen wir als Herzstück der Arbeitsräume bei vielen unseren Kund*innen. Zum Beispiel bei der Paessler AG.
Auch geschlossene Besprechungsräume sind Standard sowohl bei uns selbst im Möbelkollektiv als auch bei unseren Kund*innen – zum Beispiel der Besprechungsraum aka „Swimming Pool“ bei der Steuerkanzlei ertelt.
Praktischer side effect: Von strukturellen Anpassungen profitieren längst nicht nur neurodivergente Menschen! Viele der Änderungen kommen auch neurotypischen Mitarbeitenden zugute.
Was sind eure Ideen dazu?
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[Literatur]
Haworth Whitepaper (2026): Neurodiversität: Vergleich der sensorischen Bedürfnisse am Arbeitsplatz.
Bild: Christine Blei